Und dann fickt man mit Typen, die denken, Soul hätte man nur, wenn man ständig am Kreuz hängt und blutet.

eins.

Memo an mich selbst.

zwei.

Who the Fuck?!

Wort zum Sonntag.

drei.

[Currently Playing]

The Dresden Dolls:

Me & the Minibar

vier.

Design.

Designer.

Überall Menschen.

Auf den Straßen gehen sie dicht gedrängt, schwitzen unter dem Druck der Masse in den Bahnen, manchmal laufen welche vereinzelt.

Als Mensch ist man nie allein, selbst wenn man allein ist, immer ist da der Pulk im Hintergrund, um einen herum, vor einem, jederzeit kann man sich in seine Mitte flüchten und wenn man das nicht will, hat man verloren, man wird mitgerissen, weggespült, wenn man Pech hat: gemeinschaftlich zertrampelt. Ein Fluch der Menschheit ist, dass man immer irgendwie in ihr ist, man ist darauf ausgerichtet in ihr zu sein, als Säugling überlebt man nicht ohne sie, als Heranwachsender entscheidet sie, wer man ist und wer man auf dieser Grundlage werden wird, als Erwachsener, und wenn man auch als Eremit im Nadelwald haust, geben Gewöhnung und biologische Prädestinierung dem Säuger den Rest. Ich fühle mich unwohl unter ihnen, diese Tiere, wie sie lauern und um einen herumschleichen und man denkt sich gar nichts dabei, weil sie so steril und vertraut wirken, gar nicht wie Tiere, eher wie Automaten, die sich über das Natürliche erhaben zeigen. Jedes Mal, wenn ich an einer Schaufensterscheibe vorbeigehe, erschrecke ich. Ich trete näher und sehe hinein, hinter mir die anderen Menschen, sie laufen und starren in die Auslage und spiegeln sich. Das Gesicht, das da im Vordergrund reflektiert wird, passt nicht. Ich weiß, es ist mein Gesicht, ich kenne es aus dem Spiegel, wasche es und male es an, aber es wirkt fremd in diesen Kopfmassen, unnatürlich, wie aufgesetz - ich muss eine Grimasse schneiden. Die Frau hinter der Wursttheke lächelt und ich werde rot. Selbst dieses Gesicht, eingefallen und von Aknenarben gezeichnet, ist echt. Ich glotze sie an, sie lächelt noch immer. Ich träume nachts von dieser Frau, wie sie hinter ihrer Theke steht und lächelt und lächelt und irgendwann wird ihr Kopf zum Spanferkel, das meinen Schädel zwischen den Zähnen präsentiert. Die Menschheit hat mich wieder, wie jedes Mal hat sie mich in ihre Mitte gesogen, ohne sich weiter um mich zu kümmern und hält mich locker in ihren Klauen.

6.9.06 01:13


Und da sag nochmal einer, Werbung sei nicht authentisch...

5.9.06 17:55


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